Wirtschaftswachstum behindert Bürokochblog!
Kaum ist man mal eine Woche im Urlaub, gehen erst kürzlich etablierte, aber schon für gefestigt befundene Strukturen den Weg in die Abstellkammer. Alle hier häufiger anwesenden Leser wundern sich sicherlich schon über die herrschende Funkstille. Ich will hier überbrückend eine Kurzbeschreibung der letzten Woche abgeben:
Montag, 1. Juni 2009: Zum Unglück aller zeitlich prinzipiell von 7 zur Verfügung stehenden Arbeitstagen ausgehenden Unternehmer ist heute Feiertag und frei. (Pfingsten)
Dienstag, 2. Juni 2009: Termindruck und volle Auftragsbücher zwingen die Bürogemeinschaft zu hektischem verharren hinter Monitoren und Telefonen. Der sich im Exil in Magdeburg befindliche Norddeutsche Jan-Ole S. rettet den Tag mit einer Packung Spaghetti und zwei Gläsern unfotogener Fertigsauce, Marke „Bolognese mit mindestens 2% Fleischanteil!“.
Mittwoch, 3. Juni 2009: Es herrscht rege Betriebsamkeit in den Räumlichkeiten, ein laut stöhnender Angestellter des Transportunternehmens DHL bahnt sich mit einer Sackkarre und darauf locker 100kg Papier schnaufend den Weg ins erste OG. Es handelt sich hierbei nicht um den deutschen Playboy ab Ausgabe Nr. 1 sondern um in mehreren Druckereien bestellte Artikel, fertig zur termindringlichen Weiterverarbeitung. Alle Nachfragen unter dem Motto „Wer kocht heute eigentlich?“, werden allseits abschlägig beschieden. Gegen 16.00 Uhr eilt dann ein bereits stark unterzuckerter Markus B. in den in der Nähe befindlichen NP-Markt um dort (zu)viele Pakete Bockwürstchen, Brötchen, Salami, Bierschinken, Käse usw. als Trutzburg gegen den sich gefühlt anbahnenden Hungertod der Bürogemeinschaft ins tragische Spiel einzubringen. Gegen 16.30 Uhr haben die anwesenden den Hungertod erfolgreich abwenden können, jedoch sind die Cholesterinspiegel nun bedrohlich hoch.
Donnerstag, 4. Juni 2009: Auf dem Weg zurück vom Aussendienst erhält Unternehmer Markus B. per zeitgemäßer Kurzmitteilung via Mobilfunknetz eine bedrohliche Nachricht: „ 1x Döner komplett und 2x Lahmacun, wenn Du irgendwo vorbeikommst“. Eine düstere Stimmung macht sich breit, dennoch handelt B. verantwortungsvoll, um mögliche Fälle von drohendem Kannibalismus im Magdeburger Hafen konsequent und vorab den Nährboden zu entziehen. Er erweitert die Bestellung für sich um einen Hähnchendöner ohne Zwiebeln.
Freitag, 5. Juni 2009: Die Szenerie ist niederschmetternd. Hungrige Menschen irren gegen 15.00 Uhr durch die Büroräume. Kurzerhand wird ein Krisenstab gegründet, der auf eine Expedition in den Vorratsschrank der Küche geschickt wird. Während dieser Expedition werden zwei prähistorische Dosen „weiße Bohnen mit Suppengrün“ zu Tage gefördert. Anstatt den Fund der Archäologie zuzuführen, werden diese rasch gemeinsam mit einer aufgefundenen, verwaisten Zwiebel, Olivenöl und etwas Mehl zu einem dickflüssigen und unter den gegebenen Umständen durchaus schmackhaften Bohnensuppenbrei nach Art der Bohnenpfannen in Bud Spencer und Terence Hill Filmen verarbeitet. Auf diese Art können schlimmere Folgen verhindert werden. Zum Glück ist morgen Wochenende! Wochende für Menschen wie Du und ich.




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Ich hoffe auch diese Woche auf ruhigere Zeiten, die werden aber so schnell nicht eintreten.
Hhhm, und ich hoffe, dass es weiter so stürmisch bleibt — das hält frisch
Ruhige Zeiten sind nicht gutt
Ruhige Zeiten sind nich gutta
Ruhige Zeiten sind nicht gutt sacht die Mama und der Papa und die finden das nit gutt!
Tu ma lieber die Möhrchen
Tu ma lieber die Möhrchen Mama
Tu ma lieber die Möhrchen
Die Möhrchen gib die Möhrchen
Bei mir gabs heute Kräuterbutterbaguette und morgen vsl. knusprige Hühnchenbrust mit gebratenen Nudeln vom Chinaimbiß.
Mann, ich sehe schon, wir müssen demnächst die Rubrik “Bürokochblog gegen Convenience Food Opfer” starten und Dich zum Essen einladen…