“Richtiger” Kartoffelbrei mit Rührei und Zwiebeln
Durch fiese Wurmattacken etwas verspätet veröffentlicht, hier der Beginn unserer vegetarischen Woche: Durch den – verdienten – Urlaub eines Bürokollegen animiert und dennoch mit den Bedenken, nachträglich dafür angebufft zu werden entschloß ich mich, trotz zahlreicher zuvor geäußerter Bedenken Anderer mit dem Vorurteil aufzuräumen, Kartoffelbrei in seiner gottgewollten Form und Herstellungsweise sei auch nur annähernd mit irgendwelchen Tütenprodukten (verfeinert oder nicht) vergleichbar. Mir ist klar, daß die Kartoffelbreiversion des Teufels aus zeitökonomischer Sicht durchaus sinnvoll sein mag und deshalb unter Umständen akzeptabel ist, doch sollte man auf diesem Kerngebiet abendländischer, kulinarischer Kultur nicht allzu nachlässig sein…. Allen Falschinformationen zum Trotz, ist auch ein “richtiger” Kartoffelbrei recht schnell zubereitet. Erst recht, wenn die weiteren Komponenten so einfach sind wie hier.
Zutaten:
- 1-1,5 kg mehligkochende Kartoffeln
- Milch
- Butter
- 4-5 Zwiebeln
- 6 Eier
- Muskatnuß
- Pfeffer
- Salz
Nachdem die Kartoffeln geschält und mit Salzwasser aufgesetzt wurden, macht man sich an die einzig anstrengende Arbeit dieses Rezeptes und schält die Zwiebeln, um sie dann in Ringe zu schneiden. Wenn die Kartoffeln fertig gekocht sind, brate man schnell zwischendurch die Zwiebeln mit etwas Butter braun an und salzt das Ganze etwas. Nebenbei kann man sich dann gleich wieder den Kartoffeln zuwenden. Zunächst muß man sie zerstampfen. Dafür gibt es allerlei geeignete Küchengeräte aber zur Not tut es auch der (natürlich gereinigte) Boden einer großen Flasche. Den größten Fehler, den man hierbei begehen kann ist, einen (wahrscheinlich ohnehin nicht in einer Büroküche vorhandenen) Mixer zu benutzen es sei denn, man möchte den Kartoffelbrei außerdem noch als Tapetenleim bei Renovierungsarbeiten verwenden. Den zerstampften Kartoffeln fügt man nun soviel Milch hinzu, daß es eine angenehme Konsistenz ergibt und mischt anschließend nach Geschmack Butter, Muskatnuß, Salz und eine sehr kleine Prise Pfeffer unter. Zum Schluß nur noch das mit etwas Salz und Pfeffer verquirlte Ei in die Pfanne geben (Spiegelei geht natürlich genauso gut aber bei Mutti zu Hause gab’s halt immer Rührei dazu) und fertig.




Posted under:
Wenn man schon die Pfanne anheizt, kann man zu den Zwiebel auch direkt eine Hand voll Speckwürfelchen geben. Die gibt es fertig zu kaufen, stellen also auch keinen Anspruch an Zeit und scharfe Messer.
Und dem Püree tun sie sehr gut – wie auch dem Magen
Schinkenwürfel sind immer super bei sowas. Ich war zwar im Urlaub, aber ich glaube, die gingen nicht, weil “der Vegetarier” mal wieder für ne Woche bei uns weilte…
Wie war das noch? Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg?? GRINS