Rindsroulade mit Rotkraut und Klößen

Okt 5, 2009 by     2 Comments    Posted under: Kartoffeln, Rezepte, Rind
Rouladen, Klöße, Rotkohl

Rouladen, Klöße, Rotkohl

Am Freitag hatte ich ein Motivationsproblem. Kreative Produktivität im Kundenauftrag braucht aber Motivation, sonst funktioniert sie nicht. Ich hab die Gelegenheit genutzt, und habe lieber motiviert am Essen gearbeitet, denn die Motivation zum Kochen kann ich zu fast jeder Tageszeit aus dem Hut zaubern.

Wegen der Ausstattung mit einem besseren Flaschenpfandautomaten hatte ich am Morgen an einem anderen Supermarkt herangebremst als an unserem NP um die Ecke. Ausgestattet mit einem amtlichen Pfandbon, (Hallo, ihr Hasis, was kostet die Welt?) liefen mir die ausgezeichnet aussehenden Rindsrouladen vor den Wagen und baten um eine Mitfahrgelegenheit. Kurze Zweifel, ob die Rouladen mit unserer festgeschriebenen Intention harmonieren würden, konnte ich mit hervorragendem Kloßteig und Rotkohl aus dem Glas, natürlich aus dem Spreewald, kurzerhand fortwischen. Um jetzt nicht einen noch verschachtelteren Satz zu produzieren, die Zutatenliste:

Für 2 gierige (oder 3 gesittet agierende) Personen

  • 3 große Rindsrouladen
  • 1 Stück Schinkenspeck
  • Saure Gurken
  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 Glas Rotkohl
  • 1 Paket Kloßteig aus dem Kühlregal
  • Lorbeerblätter
  • Zahnstocher (oder Rouladennadeln oder Kochgarn)
  • Etwas Toastbrot oder Brötchen

Aus dem Bestand

  • Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Senf
  • Butter
  • Öl
  • Mehl

Zuerst habe ich die Rouladen für den psychologischen Effekt geteilt und mit einem Topfboden gewaltsam etwas plattiert. So haben wir aus 3 Rouladen 6 gemacht, und 6 ist immerhin das Doppelte von 3…Anschließend die Rouladen mit Senf bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann ein Stück Zwiebel, etwas saure Gurke und einen Streifen Schinkenspeck darin einwickeln und mit den Zahnstochern gut eingefaltet verschließen. Dann die Hälfte vom Suppengrün putzen und in grobe Stücke schneiden, den Rest für ein anderes Gericht aufbewahren. In einem Topf Öl erhitzen und die Rouladen darin scharf anbraten. Die Röstaromen beim braten ergeben die Farbe der Soße hinterher, also nicht zu zaghaft sein. Dann das Suppengrün hinzufügen, mit Wasser ablöschen, zwei Lorbeerblätter hinzugeben und mit Deckel auf mittlerer Hitze garen lassen.

Der Rotkohl braucht eigentlich nur erhitzt zu werden. Ich habe noch etwas Butter hinzugegeben. Nachdem dieser heiß ist, runter vom Herd (wir haben nur zwei Herdplatten) und gewürfeltes Weißbrot für die Klöße mit etwas Butter knusprig rösten. Dann Salzwasser für die Klöße aufsetzen. Klöße aus dem fertigen Teig formen und 3-4 Weißbrotwürfel in die Mitte einbauen. Wenn das Wasser kocht, die Klöße hineingeben und die Hitze auf klein herunterschalten, damit die Klöße garziehen können.

Kurz bevor die Klöße soweit sind (sie sind fertig, wenn sie oben schwimmen), nehmen wir die festen Bestandteile aus der Rouladensoße und rühren etwas kaltes Wasser ein, was wir vorher mit 1-2 EL Mehl verquirlt haben. Kurz aufkochen lassen und die Rouladen wieder in den Topf geben. Bei zwei Herdplatten die Klöße jetzt herunternehmen und mit der Resthitze das Rotkraut nachwärmen.

Anrichten, servieren, lecker. Und beim nächsten Mal koche ich wieder etwas einfacheres… 😀

2 Comments + Add Comment

  • hm, das sieht aber gut aus heute…, schick mal was rüber.
    Kochtipp: wie wär’s mal mit, der Jahreszeit entsprechend,
    – Kürbissuppe- schnell, einfach und schmeckt gut.

  • Ich werd sehen was ich tun kann :-) Unsere Kürbiszucht im Garten war nicht so ertragreich, vielleicht war der Standort doch zu dunkel und man hätte im Sommer gießen sollen?? 😀

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