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Wir kochen mit­tags zei­t­op­ti­miert im Büro in einer win­zi­gen umge­bau­ten Tee­kü­che. Frei­zeit– Gour­mets sind wir alle, die­ser Blog hat sich aber ein­fa­cher, lecke­rer und schnel­ler Kost ver­schrie­ben, der Auf­wand ist immer den Gege­ben­hei­ten angepasst.

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Winterlich: Steckrübenstampf mit Knackwürstchen

Steckrüben-Knacker

Steckrüben-Knacker

Der moderne Großstadt-Kosmopolit kocht heute kli­ma­be­wusst. Ich erfülle nicht alle Auf­nah­me­kri­te­rien die­ser Kaste, denn ich besitze weder Fahr­rad­helm und Nanga-Parbat taug­li­che 1000€- Jacke, noch einen Smart, oder ähnlich alber­nes Gefährt, wel­ches ich mor­gens auf dem Weg zu dem in unse­rem Dorf nicht vor­han­de­nen Bio-Fair-Trade-Bäcker nut­zen könnte. Doch davon lass ich mich nicht ins Bocks­horn jagen, wir kochen ein sai­so­na­les Gericht mit regio­na­len Zuta­ten, kur­zen Trans­port­we­gen usw.. Gar­nicht kos­mo­po­li­tisch, typisch (alt)deutsch, den­noch (wie­der) modern.

Der Win­ter hat uns hart im Griff, heute mor­gen hier –16°, daher ein Win­ter­ge­richt. Die Nach­kriegs­ge­ne­ra­tion kann sie nicht mehr sehen, und viele Ossis auch nicht: Die Steck­rübe, auch Kohl­rübe genannt. Den­noch erfährt sie mei­nem Erach­ten nach momen­tan eine berech­tigte Renais­sance in der Küche.

Wir brau­chen: (Reicht für 4)

  • 1 Steck­rübe
  • Kar­tof­feln, Menge = Gewicht der Rübe
  • Gemü­se­brühe (instant geht, bio-instant noch besser)
  • 1 – 2 Becher Sahne
  • 100g But­ter
  • Meer­ret­tich im Glas
  • Senf
  • Zwie­beln
  • Salz
  • Knack­würst­chen

Die Rübe mit einem Mes­ser schä­len und von hol­zi­gen Stel­len befreien, und dann in klei­nere Stü­cke schnei­den. Mit den Kar­tof­feln ebenso ver­fah­ren. Bei­des zusam­men in einen Topf geben, Salz und Brühe dazu. Die genaue Brü­he­menge kann ich nicht sagen, jedoch gerade so wenig, dass nichts anbrennt und auch wirk­lich kocht, nicht brät. Ich schätze mal 300 – 400ml (bei 2 Bechern Sahne weni­ger!), ohne Gewähr.

Zusätz­lich fer­ti­gen wir Röst­zwie­beln an: Zwie­bel schä­len, in dünne Ringe schnei­den, mit Mehl bestäu­ben, sal­zen und in But­ter schön braun braten.

Nach 15 Minu­ten zuge­deck­tem Köcheln von Rübe und Kar­tof­feln die Sahne hin­zu­ge­ben und wei­ter­ko­chen las­sen, bis die Stü­cken weich sind und sich stamp­fen las­sen. Die Kar­tof­feln haben zu die­sem Zeit­punkt häu­fig bereits auf­ge­ge­ben und sich ver­flüs­sigt. Nun die But­ter, einen EL Meer­ret­tich und Senf dazu­ge­ben und das ganze mit einem geeig­ne­ten Küchen­ge­rät stamp­fen (die Flüs­sig­keit vor­her nicht abgie­ßen!). Dabei sollte man es nicht pürie­ren, es dür­fen Stü­cken drin­blei­ben, es heißt ja „Stampf“ und nicht „Pampe“. Noch mal mit Salz abschmecken.

Die Kna­cker sollte man bevor man stampft schon in hei­ßem Was­ser auf Betriebs­tem­pe­ra­tur bringen.

Anschlie­ßend alles ser­vie­ren und über­ra­schen las­sen, denn es han­delt sich um ein äußerst schmack­haf­tes Gericht, wie ich finde.

Die Kna­cker kann man übri­gens durch aller­lei Pro­dukte erset­zen. Am Wochen­ende haben wir die­ses Gericht zu hause mit frisch selbst geräu­cher­ten Fischen (Hering und Makrele) geges­sen, sehr lecker. Auch Met­ten­den, heiß nach­ge­räu­chert hat­ten wir schon. Fazit: Aus­pro­bie­ren, da geht noch mehr!

3 Kommentare für Winterlich: Steckrübenstampf mit Knackwürstchen

  • Viola Özkaynak

    Was doch ein kürz­lich ange­schaff­ter –Kar­tof­fel­stamp­fer– für Mög­lich­kei­ten eröff­net! Ich für mein Teil kenne Steck­rübe aus mei­ner Jugend nur in Ver­bin­dung mit Schwei­ne­fleisch als Ein­topf, aber ich werde Euer Rezept gerne mal aus­pro­bie­ren, vor allem wegen der Sahne!
    Dazu werde ich, um die Vit­amine zu scho­nen, den Schnell­koch­topf ver­wen­den. Dies wäre auch für Euch eine sinn­volle Anschaf­fung, allein der Zeit­ge­winn ist schon von Vor­teil und man braucht nur –eine– Koch­stelle! Viel­leicht fin­det sich mal ein Sponsor.

  • Wo bekommt man den heute Steck­rü­ben her? Im Supermarkt?

  • Jap, ganz genau. Sogar in den bei uns übli­cher­weise nicht so gut aus­ge­stat­te­ten Dis­coun­tern. Preis­wert sind die Teile oben­drein, in die­sem Jahr werde ich aller­dings ver­su­chen, wel­che im Gar­ten anzu­bauen… :-)

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