Ropa Vieja
Heute nun Teil zwei meiner kulinarischen Urlaubserinnerungen: Ropa Vieja (Alte Wäsche) eine kanarische (wie kubanische, hier jedoch mit klein gehacktem Fleisch) Spezialität, die wahrscheinlich dem Wunsch einer sinnvollen Resteverwertung entsprang und wie so viele dieser Rezepte (Soljanka, Pizza…) sehr lecker ist.
Dummerweise gehört an dieses Gericht auch Knoblauch, der im sozialen Umfeld einiger Büroköche nicht gut gelitten ist. Deshalb hielt ich mich an Jans Vorschlag, weniger zu nehmen und davon auch nur die Hälfte.
Eigentlich geht das Ganze auch recht schnell, man sollte nur rechtzeitig vorher anfangen, das Fleisch vorzukochen und wie ich darauf verzichten, die Kichererbsen einen Tag vorher einzuweichen sondern auf auf ein Konserve zurückgreifen.Zutaten:
- 2 kleine Büchsen Kichererbsen
- 300g-400g Rindfleisch
- 300g-400g Hühnerfleisch
- rund 750g Kartoffeln
- … Knoblauchzehen
- 1 Paprikaschote
- 1 Zwiebel
- 1 – 2 Tomaten
- 1 Tasse Weißwein
- 1 Tasse Brühe
- Paprika
- Pfeffer
- Thymian
- 3 – 4 Lorbeerblätter
- 3 – 4 Nelken
- etwas Safran
- Salz
- Öl
Zunächst kocht man das Fleisch für eine gute Stunde in Salzwasser und wenn das (Rind)Fleisch halbwegs zart ist, schneidet man es klein und brät es zusammen mit den Kichererbsen kurz an. Anschließend stellt man das Ganze zur Seite. Dann schält man die Kartoffeln, schneidet sie in kleine Würfel und brät sie in der Pfanne zunächst zugedeckt und am Ende — wenn sie beginnen weich zu werden — offen an. Wenn diese schön braun sind, stellt man sie ebenfalls zur Seite. Anschließend werden Zwiebel, kleingeschnittene Paprika, gewürfelte Tomate (ohne Kerne) und feingehackter Knoblauch mit etwas Öl in einer Pfanne angebraten. Dann fügt man die Gewürze, den Wein und die Brühe (hat man noch vom Fleischkochen) hinzu und läßt alles für einige Zeit kochen. Dann das Fleisch und die Kichererbsen hinzufügen und noch einmal für gut 15 Minuten köcheln lassen. Ganz am Schluß noch die Kartoffeln untermischen und fertig ist die leckere Mahlzeit.


Endlich bekomme ich die Gelegenheit, mich bei den Knoblauch schmähenden Büroteilern des Produzenten dieses Gerichts über deren großen Hunger zu beschweren — meine Portion hätte jedem Novelle Cuisine-Koch zur Ehre gereicht. Allerdings waren diese zwei Bissen der Alten Wäsche umso leckerer!!! Großes DANKE an den Koch!
Wie??? Immer noch keine Antwort, keine Bitte um Verzeihung? Ihr fühlt Euch wohl nicht schuldig? Wohl einfach nur Hunger gehabt, was? Die Empörung darüber lässt mich kaum noch die richtigen Buchstaben der Tastatur treffen Herr B. und Herr M. aus M. an der E.!!!