Rezept-O-Mat

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Wir kochen mit­tags zei­t­op­ti­miert im Büro in einer win­zi­gen umge­bau­ten Tee­kü­che. Frei­zeit– Gour­mets sind wir alle, die­ser Blog hat sich aber ein­fa­cher, lecke­rer und schnel­ler Kost ver­schrie­ben, der Auf­wand ist immer den Gege­ben­hei­ten angepasst.

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Cevapcici mit Paprika-Kapern-Gemüse

Cevapcici

Cevap­cici

Es ist ein Zustand und irgend­wann ist es jeder, bei uns auch fast alle 3 Tage: dran. Ich war dran und musste mich um das Mit­tag­es­sen küm­mern. Mit dem Anspruch aus­ge­stat­tet, regel­mä­ßig publi­ka­ti­ons­wür­dige Rezepte für den Büro­koch­blog zu pro­du­zie­ren, fiel mir nichts ein. Nichts. Was fehlt in so einem Fall? Inspi­ra­tion, genau. Diese hole ich mir manch­mal direkt beim ein­kau­fen. Also einkaufen.

Zuerst lief mir Rin­der­hack über den Weg, kurz danach Feta­käse. In Kom­bi­na­tion ergibt das alles Mög­li­che, unter ande­rem Cevap­cici. Sehr schön jetzt nur noch was dazu aus­su­chen. Paprika, ja, Oli­ven, ja, Kapern, durch­aus, Sahne, immer gut. Das sollte rei­chen für ein Freestyle-Rezept!

Kom­plet­tiert habe ich fol­gende Dinge dann ver­wen­det:

  • 750g Rin­der­hack
  • 500g Feta­käse
  • 1 Zwie­bel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 rote Paprika
  • 1 Gläs­chen Kapern
  • 1 Gläs­chen ein­ge­legte Oliven
  • 1 Becher Sahne
  • 3 Tas­sen Basmatireis
  • Thy­mian
  • Sal­bei
  • Salz
  • Pfef­fer
  • Oli­venöl

Zuerst die Knob­lauch­ze­hen und eine Zwie­bel ganz klein schnei­den und die Hälfte davon zusam­men mit Salz, Pfef­fer und etwas von den Kräu­tern mit dem Hack­fleisch ver­men­gen. Den Feta in Rie­gel schnei­den, die abmes­sungs­tech­nisch noch mit Hack­lfleisch umhüll­bar sind. Aus dem Hack­fleisch so was wie dicke Würste for­men, längs eine Kuhle für den Feta rein­drü­cken, sel­bi­gen ein­le­gen und die Hack­fleisch­wurst zudrü­cken, so dass der Feta nicht mehr zu sehen ist.

Neben­bei schon mal den Reis kochen, am bes­ten nach der Quell­reis­me­thode: Pro Per­son ein kleine Tasse Reis auf 2 Tas­sen Was­ser, Prise Salz und ein But­ter­flöck­chen noch dazu­ge­rech­net. Den Reis ein­mal auf­ko­chen und dann mit Deckel drauf zie­hen las­sen, bis kein Was­ser mehr im Topf ist. Dann ist er fertig.

Die Cevapcici-Röllchen in Oli­venöl bra­ten, par­al­lel dazu die Paprika klein schnei­den und in einer wei­te­ren Pfanne zusam­men mit der ande­ren Zwie­bel– und Knob­lauch­hälfte ein paar Minu­ten bra­ten. Die Oli­ven und die Kapern anschlie­ßend hin­zu­ge­ben, die Sahne dazu, ein­mal kurz auf­ko­chen, noch etwas mit Salz und Pfef­fer und den Kräu­tern wür­zen. Fertig.

Alles zusam­men ser­vie­ren. Lecker. Mit der Menge der Kapern muss man etwas vor­sich­tig umge­hen, das rich­tige Maß hängt davon ab, wie sehr man Kapern mag!

Mahl­zeit!

13 Kommentare für Cevapcici mit Paprika-Kapern-Gemüse

  • Auf unse­rer Facebook-Fanseite wurde bereits kri­tisch und kor­rekt ange­zeigt, dass es sich bei den gezeig­ten Hack­würs­ten nicht wirk­lich um Cevap­cici han­deln würde. Dast stimmt, denn eigent­lich ist es eher sowas wie Bif­teki (grie­chisch) mit Schafskäsefüllung…

  • Akustikgirl

    Hier­mit gebe ich eine Bestel­lung an einen ande­ren Büro­koch raus: Das hier haben will!!

  • Melly

    Hey akus­tik­girl: Du gibst immer nur Bestel­lun­gen raus, wie wäre es denn mal mit einem Gast-Post oder sind die haus­wirt­schaft­li­chen Fähig­kei­ten nicht so gestrickt? Ich finde die Män­ner­in­itia­tive hier ja toll, aber lang­sam machen die Frauen hier einen schlech­ten, weil nur for­dern­den Ein­druck. Irgend­wann brau­chen sie uns nicht mehr, die Män­ner. Das wäre fatal. Ich koche jetzt jeden­falls für mei­nen Mann. Aller­dings was anderes.

  • Melly

    Ok, ok. Ich sehe kleine Pro­vo­ka­tio­nen mit­ten in der Arbeits­wo­che brin­gen keine freu­di­gen Reak­tio­nen und man sollte wohl die Initia­tive hier auch nicht über­frach­ten. Sonst ist es ja keine Büro­ko­che­rei mehr. Frohe Ostern Euch allen.

  • Melly

    Oder zieht Ihr ein­fach immer noch um und der Gast-Post kommt spä­ter? Und noch mal eine dumme Frage, da ich nicht von Anfang an die­sem Blog beige­wohnt habe: ist der Küchn­um­bau, den man auch als Tag anpei­len kann gleich dem hier schon mehr­fach the­ma­ti­sier­ten Umzug? Ver­wirrt. Und zwar total.

  • Nee, der Umzug ist eine pri­va­ter und der Umbau betrifft unsere Tee­kü­che hier. Ne Arbeits­platte steht hier schon län­ger rum, Pläne gibts auch, es krankt am Zeitmanagement…

  • Melly

    Oh ja, wir haben auch am Wochen­ende (Frei­tag bis Sonn­tag) eine IKEA-Küchenzeile mitt­le­rer Größe auf­ge­baut. 3 Per­so­nen bau­ten, 3 lie­fer­ten eine Mei­nung und das hat echt gedau­ert. Kann ich ver­ste­hen, dass man das nicht zwi­schen­durch machen mag. Wird schon noch und ver­mut­lich liegt es nicht am schlech­ten Zeit­ma­nage­ment son­dern an den vie­len Auf­trä­gen der Büro­ge­mein­schaft. Wo keine Zeit ist, hilft auch kein Manage­ment. Meine Erfahrung.

  • DaEssa

    @ Melly: Wenn Du wei­ter so ver­ständ­nis­voll bist, laden Dich die Jungs sicher noch zu einem Essen ein (wer kocht, wird dabei wahr­schein­lich noch ver­han­delt, viel­leicht darfst Du ja auch Wün­sche äußern) — oder Du wirst Ehren­blog­ge­rin des Monats und kriegst die safr­an­far­bene Medaille. Ich gönn’ sie Dir! ;o)

  • @ Melly: Das Pro­blem ist, das Stan­dard­zeug über­haupt nicht in den win­zi­gen Raum passt. Wir müs­sen alles selbst bauen, “custom made” hört sich coo­ler an. Das zu bauen ist auf­wen­di­ger als es “nur” auf­zu­bauen. Ich hab sowas schon öfter gemacht, das geht schon, ist aber mit aller­lei Unwäg­bar­kei­ten gespickt, da muss man sich schon­mal nen gan­zen Tag für frei­räu­men. Die­ser reicht dann auch nur, wenn man sich die “Mei­nungs­leute” dabei erfolg­reich vom Hals hält…

    @ DaEssa: Gibs zu, Du willst eigent­lich auch Ehren­blog­ge­rin wer­den und öfter zum Essen ein­ge­la­den wer­den, rich­tig? Geschick­ter Schach­zug das hier mal auf die Tages­ord­nung zu set­zen :-D

  • Akustikgirl

    @melly: vie­len Herz­li­chen Dank für die freund­li­che Beur­tei­lung. Viel­leicht den­ken wir mal kurz nach, bevor wir sol­che Behaup­tun­gen auf­stel­len… Also, da Du mich nicht kennst, für’s werte Pro­to­koll: genauso wie ich Essens­wün­sche erfüllt bekomme, so wer­den auch daheim sol­che erfüllt. Der Mann muss also nicht stän­dig kochen. Nur koche ich nicht im Büro, denn ich gehöre auch zu denen die einen Beruf haben und arbei­ten. So, ich denke das wäre geklärt.

  • Das Akus­tik­girl bas­telt doch nur schon recht­zei­tig vor dem Wochen­ende am Ein­kaufs­zet­tel — also ich finde das prak­tisch! So geht das im Super­markt und zu Hause viel schnel­ler. Und wer kocht ist doch letzt­lich egal; jeder ist mal dran und zusam­men ist es eh am bes­ten. An den Qua­li­tä­ten gibt es übri­gens nix aus­zu­set­zen :-)

  • Melly

    @akustikgirl: Na dann, Gast-Post oder die Män­ner das Grau­pen­r­i­sotto kochen las­sen? Sol­che Her­aus­for­de­run­gen kom­men nicht oft im Leben. Man muss sich ihnen stel­len. War nicht böse gemeint, nur um etwas Dyna­mik in den Blog zu brin­gen. Gäste-posting würde ich auch span­nend fin­den, weiß aber nicht, ob so etwas tech­nisch geht. Per E-Mail und mit Qua­li­täts­kon­trolle vermutlich.

  • Man sieht genau, wer der Diplo­mat in der Fami­lie ist und wer für Vor­trieb zustän­dig ist :-D Das konnte ich mir jetzt nicht ver­knei­fen :-D

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