Bürokochblog on Tour bei fremden Völkern, Folge 1: Suppe aus frischer Kokosnuß a la Till in Weimar
Viele wußten es vielleicht noch nicht, aber die Köche des Bürokochblogs (naja, also bisher zumindest ich) sind nicht nur kulinarisch, sondern auch missionarisch unterwegs. Getreu dem Motto: “Bringet die frohe Botschaft guten Essens in die Welt” machte ich mich auf den Weg. Ich bin dann zwar nur bis Thüringen gekommen aber hier gelang es mir, ein achtjähriges Kindlein zu bekehren, welches bis dahin nur von Kartoffelklößen und Rostbratwurst lebte. Durch die leckere Aura des berühmten Bürokochs (also meiner) animiert, kam es beim Anblick einer eigentlich nur zu infantilen Studienzwecken gekauften Kokosnuß auf die Idee zu fragen: “Kann man daraus was kochen?”. Natürlich sagte ich sofort zu, machte mich in fremder Küche auf die Suche nach mehr oder weniger geeigneten Zutaten und wir legten gemeinsam los. Um es vorweg zu nehmen, das Ergebnis schmeckte allen, sogar den vier anwesenden Kindern (und jeder der selbst Kinder hat oder welche näher kennt weiß, daß es schwer ist, diesen ungewöhnliche Zutaten auch nur zum Kosten näher zu bringen). Ach ja, dem Bild sieht man an, daß es diesmal ausnahmsweise nicht von einem Profi aufgenommen wurde.
Zutaten:
- 1 Kokosnuß
- 1/2 Liter Milch
- 1/2 Liter Hühnerbrühe
- 2 große Möhren
- einige Kirschtomaten
- vier Kinderhände voll in kleine Stücke gebrochene Spaghetti
- Kurkuma
- getr. Ingwer
- Cayennepfeffer
- Zimt
- gem. Korianderfrüchte
- Salz
- Butter
Zunächst versucht man mit verschiedenen Messern, das Fruchtfleisch aus einer zuvor mit einem Hammer geöffneten Kokosnuß herauszustemmen. Wenn dies irgendwann gelungen ist, schneidet man die dünne braune Außenhaut des Fruchtfleisches ab und zerteilt es in mittelgroße Stücke. Diese werden dann auf einer Reibe kleingerieben, bis der beteiligte Nachwuchskoch keine Lust mehr hat. Den Rest einfach in einer Küchenmaschine o.ä. kleinhäckseln. Die geschälten Möhren in feine Streifen schneiden und in etwas Butter kurz anbraten. Die Kirschtomaten vierteln und den größten Teil vor gierigen Naschern verstecken.
Wenn alles vorbereitet ist, das vom Verkosten übrig gebliebene Kokoswasser zusammen mit der Brühe zum Kochen bringen. Kokosraspeln, angebratene Möhren, Milch und Gewürze (in mengenmäßig beliebiger Zusammenstellung) hinzufügen und für 15 Minuten köcheln lassen. Aber Vorsicht: Durch die Milch neigt die Suppe zum Überkochen. Anschließend das Ganze mit einem Pürierstab pürieren und durch ein Sieb gießen, damit auf keinen Fall identifizierbare Stücke der Zutaten mehr zu erkennen sind. Dann die Nudeln hinzugeben und weichkochen. Ganz zum Schluß die Tomaten hinzufügen und ohne nochmaliges Aufkochen servieren. Fertig.
Und in der nächsten Folge geht es vielleicht ins wild-exotische Klein-Rodensleben… wer weiß.




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Das hört sich super lecker und cremig an! Gute Sache, probiere ich mal aus.
Lecker, lecker, lecker – und mutig, so experimentierküchemäßig.
Ein toller Typ, wah?
@buff: Welche Worte könnten die richtigen sein, um vorbehaltlose Zustimmung auszudrücken? Ist ein einfaches JA nicht viel zu banal?
Ich sach doch, ein toller Typ, der DaCooka