Klops mit Soße und Weißkohl
Nach all den mediterranen, marinen und ungewöhlichen Rezepten der letzten Zeit gibt es heute mal wieder etwas rustikales. Gleichzeitig möchte ich hier den Weißkohl promoten, der als Gemüsebeilage gegenüber dem Rotkohl ein Schattendasein führt. Ersterer hat darüber hinaus noch den Vorteil, daß man nicht versucht ist, einfach ein vorgekochtes und -gewürztes Glas zu öffnen, da es dies im Supermarkt eigentlich nicht gibt, sondern ihn selbst zu machen. Ein Nachteil wiederum ist, daß man üblichweise einen Weißkohl nur ab 2kg aufwärts kaufen kann (was natürlich als Beilage viel zu viel ist). Umgehen kann man dieses Problem, wenn man den Kohl einfach im Bioladen kauft, wo die Köpfe in der Regel viel kleiner sind. Zwar bezahlt man dann einen höheren Preis pro Kilo aber das geringere Gewicht gleicht dies wieder aus.
Zutaten:
- einen kleinen Weißkohl
- 1 größere und eine kleinere Zwiebel
- Butter
- Kümmel
- Salz
- 1-2 Eßlöffel Essig
- ca. 750g Gehacktes
- 1 Ei
- Paniermehl
- Pfeffer
- Majoran
- Wasser
- Mehl
- Kartoffeln
Zunächst den Kohl mit einem Messer in Streifen schneiden und mit Wasser, viel Salz und nicht ganz so viel Kümmel zum Kochen bringen und gut 30 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die größere Zwiebel würfeln und in reichlich Butter glasig anschwitzen. Wenn der Kohl bißfest ist, das Wasser abgießen und die Zwiebeln und den Essig unterrühren. Gegebenenfalls etwas nachsalzen.
Die Kartoffeln schälen und kochen. Gleichzeitig das Gehackte mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Die kleinere Zwiebel würfeln und zusammen mit dem Ei und etwas Paniermehl untermischen. Anschließend Klopse in Kinderhandgröße formen und überall leicht in Paniermehl rollen. Nun die Klopse in einem großen Topf anbraten, mit Wasser aufgießen, würzen und für eine gute Stunde schmoren lassen. Ganz zum Schluß die Soße mit einer Wasser-Mehl-Mischung andicken. Guten Appetit.




Posted under: 
Lecker, v.a. der Weißkohl!!!
Melly, wo bist Du? Erst Leute anfixen und dann selbst nicht mehr bloggen…
Mmmhhh, bestimmt lecker, aber nicht ganz was ich suche. Nachdem mir heute morgen schon mit weiblicher, aber fester! Stimme der Abendbrotwunsch übermittelt worden ist, bin ich nun – kaum im Büro angekommen – auf der Suche nach einem Rezept für „Königsberger Klopse“ (aber so sardellenmäßig bissig schmeckend stelle ich mir das vor). Und wo guckt man zuerst? Natürlich hier, wenn auch diesmal leider umsonst. Könnt ihr da mal „nachbessern“?
So sehr nach Sardellen schmeckt das gar nicht. Bei den bisherigen Verkostungen dieses Rezeptes waren eher die Speckwürfel ein Problem. Ansonsten einfach die Sardellen weglassen.