unsere Intention Wir kochen mittags zeitoptimiert im Büro in einer winzigen umgebauten Teeküche. Freizeit– Gourmets sind wir alle, dieser Blog hat sich aber einfacher, leckerer und schneller Kost verschrieben, der Aufwand ist immer den Gegebenheiten angepasst.
Jetzt nachmachen, denn kochen im Büro rulez!
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 Hähnchenbrust auf Okra-Gemüse
Nachdem vor einigen Jahren der pakistanische Gemüsehändler am Bahnhof dicht machte, versuchte ich (ehrlich gesagt war es eigentlich zumeist meine Freundin) lange Zeit vergebens in unserer schönen Heimatstadt frische Okras aufzutreiben. Nun hatten wir endlich wieder einen Laden gefunden und gleich so viele Okras gekauft, daß auch noch einige für die Büroküche übrigblieben. Im Büro angekommen staunte ich nicht schlecht, daß sowohl meine beiden Mitköche wie auch unser heutiger Gastesser, ein nachhaltiger Büronachbar aus dem zweiten Stock, dieses Gemüse überhaupt nicht kannten. Darum hier eine kleine Lebensmittelkunde: Okras, auch Gemüse-Eibisch genannt, gehören zur Familie der Malvengewächse, gedeihen an einem Strauch, werden schon seit 3000 Jahren kultiviert und schmecken wie ein mild-aromatisches Mittelding aus Bohnen und Zucchini. Einen Nachteil dieses Gemüses darf man allerdings nicht unerwähnt lassen: Die Dinger beginnen beim Anschneiden zu schleimen und setzten dies auch zu Beginn des Kochens fort. Beim Essen merkt man allerdings nichts mehr davon. Auf jeden Fall waren alle Mitesser vom Geschmack der Okras begeistert. Übrigens passen diese hervorragend zu Tomaten. Bei uns gab es sie allerdings mit Zucchini, da diese auf dem heimischen Wochenmarkt für 1€ für zwei Stück angeboten wurden und meine Freundin deshalb gleich vier stattliche Exemplare einkaufte, die wir zu Hause alleine nie bewältigt hätten. Klicken zum weiterlesen von: Hähnchenbrust auf Okra-Gemüse
 Sommerliche Tomatensuppe
Die sommerliche Hitze ist Schuld! Es ist nicht so, daß wir in den letzten Tagen nicht gekocht hätten aber zum einen scheinen unsere kreativen Gedanken im Hinblick auf neue und veröffentlichenswerte Gerichte (fast) verdampft zu sein und zum anderen führte der Umstand, daß jede geschriebene Zeile die Temperatur in unserem Büro um ein weiteres Grad zu steigern schien dazu, daß wir auch das Neue bisher der sehnsüchtig wartenden Netzwelt nicht mitgeteilt haben. Auf jeden Fall gibt es nun endlich eine leichte, sommerliche Suppe, die auch noch verschieden variiert werden kann.
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 ENDLICH: Milchreis
Seit Monaten liegt uns ein netter Bürokollege in den Ohren, zum Mittag doch auch mal Milchreis zu kochen. Dies sei einfach, preisgünstig und lecker. Ebenfalls seit Monaten erwidert der Rest von uns, daß dies wohl richtig aber Milchreis kein Mittagessen sondern nur ein Kompott sei. Als Konsequenz werden die Augen des Herrn M. aus M. an der E. immer seeehr traurig. Nun trug es sich aber zu, daß einer der Büroköche in den Urlaub fuhr, Herr M. Strohwitwer wurde (was ihn noch trauriger machte) und überhaupt.… Auf jeden Fall dachte ich mir: “Die Augen des Herrn M. sollen wieder leuchten! Ich koche heute Milchreis!” Und was soll ich sagen, es klappte und die Freude wurde noch größer, weil ich gleich zwei Liter Milch verwendete (damit noch was für den Abend übrigbleibt). Übrigens gibt es nur eine legitime Art Milchreis zu essen und zwar mit Apfelmus und/oder Zimt und Zucker. Klicken zum weiterlesen von: ENDLICH: Milchreis zum Mittag
 Klops mit Soße und Weißkohl
Nach all den mediterranen, marinen und ungewöhlichen Rezepten der letzten Zeit gibt es heute mal wieder etwas rustikales. Gleichzeitig möchte ich hier den Weißkohl promoten, der als Gemüsebeilage gegenüber dem Rotkohl ein Schattendasein führt. Ersterer hat darüber hinaus noch den Vorteil, daß man nicht versucht ist, einfach ein vorgekochtes und –gewürztes Glas zu öffnen, da es dies im Supermarkt eigentlich nicht gibt, sondern ihn selbst zu machen. Ein Nachteil wiederum ist, daß man üblichweise einen Weißkohl nur ab 2kg aufwärts kaufen kann (was natürlich als Beilage viel zu viel ist). Umgehen kann man dieses Problem, wenn man den Kohl einfach im Bioladen kauft, wo die Köpfe in der Regel viel kleiner sind. Zwar bezahlt man dann einen höheren Preis pro Kilo aber das geringere Gewicht gleicht dies wieder aus. Klicken zum weiterlesen von: Klops mit Soße und Weißkohl
 Vichyssoise
Nachdem ich selber fand, daß mein letztes Mittagessen etwas matschig geraten war und meine Freundin zu Hause über das Rezept sagte: “Ihr könnt ja ekelige Sachen essen!” habe ich mich entschlossen, dieses für mich zu behalten und stattdessen über ein Gericht zu schreiben, welches ich schon vor einiger Zeit gekocht hatte. Darüberhinaus paßt diese Suppe auch hervorragend zum endlich beginnenden Sommer, da sie auch sehr gut kalt gegessen werden kann. Wir jedoch haben sie noch bei Dauerregen und 5 Grad warm gegessen. Und das Beste ist, sie ist sehr schnell und einfach zu kochen. Klicken zum weiterlesen von: Vichyssoise
Mit diesem Rezept konnte ich mir zwei lang gehegte Wünsche erfüllen. Zum einen habe ich endlich einmal in einem Rezepttitel “an” und nicht “mit” geschrieben. Zwar schmeckt Schichtkohl MIT Kartoffel-Topinambur-Püree genauso wie AN Kartoffel-Topinambur-Püree aber es hört sich stylischer und mehr nach jugendlichem Fernsehkoch an. Zum anderen wollte ich schon immer mal Topinambur essen. Bei einem Besuch des Bio-Gemüsestandes des hiesigen Wochenmarktes (der übrigens schon alleine wegen seines leckeren und vielfältigen Salatangebots sehr zu empfehlen ist) kaufte ich dann vor einigen Tagen ein paar Knollen und legte sie dann in der Hoffnung auf eine nette Rezeptidee in den Kühlschrank. Meiner Freundin gebührt nun der Dank, mir diese geliefert zu haben. Von einem aus Zeitmangel nicht zustande gekommenen Mittagessen hatten wir zu Hause noch einen Wirsingkohl und etwas Gehacktes und sie schlug nun vor, dieses doch zusammen zu verarbeiten. Schichtkohl in diesem Zusammenhang ist eigentlich lediglich eine Kohlroulade, bei der man keine Lust hat, sie zusammenzurollen,
Zu guter letzt noch auf Wunsch eines einzelnen Herren eine kurze Kulturgeschichte der Topinambur: U.a. auch Erdbirne oder Jerusalem-Artischocke genannt, ist Topinambur die Wurzelknolle des Helianthus tuberosus aus der Familie der Korbblüter (also so etwas ähnliches wie die Sonnenblume) und kommt ursprünglich aus Mittelamerika. Anfang des 17. Jahrhunderts kam sie nach Europa, so u.a. in den Vatikan, wo sie nach einem zufällig anwesenden brasilianischen Stamm ihren Namen bekam. Nicht viel später wurde Topinambur von der ergiebigeren Kartoffel verdrängt und fristet nun bis zu ihrer zukünftigen Wiederentdeckung durch einen zukünftigen jugendlichen Fernsehkoch ein Schattendasein in Bioläden und Waldorfkindrgärten. Klicken zum weiterlesen von: Schichtkohl an Kartoffel-Topinambur-Püree
 Kartoffelsalat mit Rippchen
Schon seit längerer Zeit hatte ich mir vorgenommen, dieses von meiner Freundin in die Beziehung gebrachte, eher spartanische, wahrscheinlich nicht sehr gesunde aber dennoch leckere Essen im Büro zu kochen. Bisher scheiterte dies jedoch an der Nichtverfügbarkeit von Rippchen in unserem NP um die Ecke. Doch diesmal dachte ich bei meinem gestrigen Späteinkauf daran und konnte so gleich kurz nach meinem Eintreffen im Büro loslegen, da das Zubereiten zwar nicht viel Zeit aber dafür etwas Vorlauf benötigt. Zuvor sei noch gesagt, daß es sich bei diesem Kartoffelsalat um eine an Zusätzen sparsame Variante handelt, die ich so aus meiner Kindheit nicht kannte, wo Kartoffelsalat mit allem möglichen Dingen (u.a. kleingeschnittener Mortadella) “verfeinert” wurde, die ich aber nun vielleicht gerade deshalb sehr zu schätzen gelernt habe. Klicken zum weiterlesen von: Kartoffelsalat mit Rippchen
Viele wußten es vielleicht noch nicht, aber die Köche des Bürokochblogs (naja, also bisher zumindest ich) sind nicht nur kulinarisch, sondern auch missionarisch unterwegs. Getreu dem Motto: “Bringet die frohe Botschaft guten Essens in die Welt” machte ich mich auf den Weg. Ich bin dann zwar nur bis Thüringen gekommen aber hier gelang es mir, ein achtjähriges Kindlein zu bekehren, welches bis dahin nur von Kartoffelklößen und Rostbratwurst lebte. Durch die leckere Aura des berühmten Bürokochs (also meiner) animiert, kam es beim Anblick einer eigentlich nur zu infantilen Studienzwecken gekauften Kokosnuß auf die Idee zu fragen: “Kann man daraus was kochen?”. Natürlich sagte ich sofort zu, machte mich in fremder Küche auf die Suche nach mehr oder weniger geeigneten Zutaten und wir legten gemeinsam los. Um es vorweg zu nehmen, das Ergebnis schmeckte allen, sogar den vier anwesenden Kindern (und jeder der selbst Kinder hat oder welche näher kennt weiß, daß es schwer ist, diesen ungewöhnliche Zutaten auch nur zum Kosten näher zu bringen). Ach ja, dem Bild sieht man an, daß es diesmal ausnahmsweise nicht von einem Profi aufgenommen wurde. Klicken zum weiterlesen von: Bürokochblog on Tour bei fremden Völkern, Folge 1: Suppe aus frischer Kokosnuß a la Till in Weimar
Heute nun Teil zwei meiner kulinarischen Urlaubserinnerungen: Ropa Vieja (Alte Wäsche) eine kanarische (wie kubanische, hier jedoch mit klein gehacktem Fleisch) Spezialität, die wahrscheinlich dem Wunsch einer sinnvollen Resteverwertung entsprang und wie so viele dieser Rezepte (Soljanka, Pizza…) sehr lecker ist.
Dummerweise gehört an dieses Gericht auch Knoblauch, der im sozialen Umfeld einiger Büroköche nicht gut gelitten ist. Deshalb hielt ich mich an Jans Vorschlag, weniger zu nehmen und davon auch nur die Hälfte.
Eigentlich geht das Ganze auch recht schnell, man sollte nur rechtzeitig vorher anfangen, das Fleisch vorzukochen und wie ich darauf verzichten, die Kichererbsen einen Tag vorher einzuweichen sondern auf auf ein Konserve zurückgreifen. Klicken zum weiterlesen von: Ropa Vieja
Frisch aus meinem Urlaub im sonnigen Gran Canaria zurück hatte ich mir vorgenommen, auch meine Bürokollegen an den kulinarischen Highlights dieser Insel teilhaben zu lassen und umgehend ein sehr einfaches wie leckeres Rezept nachzukochen: Kanarische Schrumpelkartoffeln mit scharfer Mojo-Soße. Dieses Gericht hat nur leider einen kleinen Haken, der sich auf vermeintliche olfaktorische Belästigungen bei späteren sozialen Kontakten bezieht. Diese sollen angeblich nach dem Genuß des Essen vorgekommen sein und das nicht nur bei den Mitgliedern unserer Bürogemeinschaft sondern auch bei den an diesem Tage anwesenden Gästen, denen auch ein Teller aufgeschwatz wurde (diese haben sich aber trotz Hinweis auf die Zutaten nicht gewehrt!). Klicken zum weiterlesen von: Papas Arrugadas con Mojo Picón
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